Großvater Nikolaus - Leben, Natur, Kultur, Chronik

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Großvater Nikolaus

Personen

"Odatti", mein Großvater war ein interessanter Mann.

Ich konnte ihn noch erleben, wie er als damals alter Mann auf einer Pinzgauer Alm richtigen Almkäse machte. Auf seinen dünnen Armen konnte man die Arm-Venen wie dicke Schläuche sehen, wenn er mit dem Tuch den Käse aus dem heißen Kupferkessel schöpfte. Senner, das war er in der Jugend, da traf er auch seine spätere Frau, die gleichfalls Sennerin war. Im Alter kehrten sie auf die Alm und in den Pinzgau zurück. Er schrieb seine Lebensgeschichte auf. Ein Lehrstück der Zeitgeschichte. Er war Bauer, Holzarbeiter, Theaterspieler, Metzger, Tischler, Kaserer und natürlich Imker.


Vom bitterarmen Pinzgau in den Flachgau. "Survival of the Fittest" nach Herbert Spencer. Die folgende Lebensgeschichte hat viele Familien und hunderte Menschen hervorgebracht, die in allen Winkeln und Ecken dieses Landes und darüber hinaus zu finden sind.

Alleine die Zahl der Enkel, von denen ich einer bin, wurde selten gezählt. Die Generation meiner Kinder sprengt ohnedies jeden Rahmen, da ich selbst noch nicht einmal alle kenne. Deshalb und weil die Herkunft im Leben eine Rolle spielt, wird die Familiengeschichte hier  noch einmal erzählt.


Vom Anfang bis ans Ende
eine Geschichte aus wahren Begebenheiten.

Vorwort

Heute am 24. Jänner 1979 setze ich mich zum ersten Mal zu diesem Buch und fange an zu schreiben, habe mcih entschlossen, meinen Lebenslauf soweit ich mich noch erinnern kann, in Form einer Familienchronik niederzuschreiben. soll aber beileibe nicht den Eindruck machen, es sei ein Roman, erstens wäre ich nicht fähig, einen Roman zu schreiben und zweitens, will ich nur wahrheitsgetreu schreiben wies in Wirklichkeit war. Zur Zeit sitzen wir im Austrag-Stüberl und lassens uns gut gehen, über Zukunftspläne brauchen wir uns nicht mehr anstrengen, da wir alles, so glauben wir wenigstens, gut hinter uns brachten.
Finanziell haben wir keine Sorgen, gesundheitlich dürfen wir auch zufrieden sein. Die Altersbedingenten Wehwehchen, die gewöhnt man. Dass mans nciht mehr so arg spürt, arbeiten wir auch noch ein wenig, wenns auch manchmal hart ist. Wenn Gott will wo wirds schon noch ein Zeitl gehen, auf dass wir uns noch ein wenig nützlich machen können.
Arbeiten und sparen war immer unser Grundsatz. Glück und Segen gab uns der Himmel dazu, ohne den wären wir nicht so weit gekommen. Dass es nicht  immer leicht war und von uns viel Fleiß abverlangt wurde, das werden die nachstehenden Aufzeichnungen beweisen können. Ohne Fleiß kein Preis, dem Herrgott seis gedankt für den Segen und die Gnade, dass wir durchgehalten haben.


- I - Meine Kindheit!

Geboren bin ich am 18. Mai 1905, war der drittälteste von sieben Geschwistern, davon 4 Buben und drei Mädl mit Namen (...)
die Eltern waren Bauersleute vom Egger-Bauern im Hintertal, gehört zur politischen Gemeinde Maria Alm, aber eigene Pfarrei und war die kleinste Pfarrei der Diözese Salzburg, mit zirka 160 Einwohnern. Der Bauernhof war damals ein so mittlerer Betrieb (später hat Vater was dazu gekauft) haben so Mitte zwanzig Stück Vieh gefüttert. 10 - 12 Kühe, das andere Jungvieh. 2 Pferde, Schafe und Ziegen, der Betrieb war gut geführt, die alten Eggerer galten ja von eh und jeh als gute Arbeiter, ja man kann sagen als Rackerer. Wir hatten eine schöne Kindheit, wurden von unseren Eltern mit viel Leibe und Umsicht religiös und christlich erzogen, erinnere mich schon noch an das Vorschulalter, als die Großeltern noch lebten, waren wir halt oft in Ihrem Altenstüberl und haben gewartet bis wir wieder ein Stück Bärenzucker bekamen oder wenn Großvater hinter dem Haus auf dem Weizenacker die Hühner verjagen wollte und ihnen einen Stecken nachwarf, so sind wir halt gelaufen, Ihm den Stecken wieder zu bringen. Mit einem oder keinem Stecken konnte er ja nicht gehen, da er wegen seiner schlechten Füße an zwei Stecken gebunden war. Das waren schöne Zeiten, haben miteinander gespielt, gestritten, genauso wies halt jetzt die Enkelkinder machen, wird schon so richtig sein, war immer so und so wirds immer bleiben die schöne unschuldige Kinderzeit.


- II -

1911, September, für mich begann die Schule. Tags zuvor, ich erinnere mich noch ganz genau, nahm ich meinen Schulpack auf den Rücken, es war eine schwarze Taschen mit Rückentraggürtel hinten, unter dem Deckel ein ovales weißes Blech daran, schaute fast aus, als wäre ein Spiegel an meinem Rücken, natürlich glaubte ich, den schönsten Schulpack zu haben und so ging ich etliche Male den Weg zur Birnbachstiege auf und ab, damit ich am anderen Tag ja richtig gehen kann.
Am ersten Schultag gings dann in aller Früh dahin. Gamals gab es ja nicht, zumindest bei uns nicht, dass Mütter oder Vater am ersten Schultag mitgingen. Kathi und Hans waren ja, so ging ich halt mit, schön schneidig natürlich, zuerste in die Kirche, dann sofort in die Klasse. Es war eine einklassige Volksschule mit drei Abteilungen, so zirka 25 bis 30 Schüler. In der Klassse angekommen gabs schon einen Zwischenfall. Der Auer Anderl war auch zum esten Mal hier, er war um ein halbes Jahr älter als ich, wie dies kam, weiß ich nimmer so ganau, wir kamen halt zum Raufen. Ich hab ihn dann gebeutelt, dass er gerehrt (geweint Anmerkung) hat. Inzwischen kam der Herr Lehrer in die Klasse und hat mich ein wenig gescholten, dass ich das nicht mehr tun dürfe. Natürlich war ich dann beleidigt und habe nichts mehr gesagt. So hat halt der erste Schultag ein mehr oder weniger unerfreuliches Ende genommen. So ging halt die Schulzeit dahin mit mehr oder weniger erfreulichen Abschnitten. Lustig wars ja doch, mit dem Lernen hatte ich Gott sei Dank nie Schwierigkeiten, war ohne mich zu rühmen, einer der besten Schüler. Am Anfang hatte ich den Lehrer Magreiter, den ich immer sehr geachtet habe. Während der Kriegsjahre hatten wir oft Lehrerwechsel. Zum Schluss meiner Schulzeit hatte ich wieder den alten Lehrer Magreiter, von dem ich mit einem einser Zeugnis von der Schule entlassen wurde und zwar ein halbes Jahr vor Schulschluss und das kam so:


- III -

Der 20. Jänner 1919 war ein großer Unglückstag für uns. Um vier Uhr früh schrie der Melker, der Birnbach-Peter aus seiner Kammer. An Gotts-Nam, Bauer, brenna tuts. Natürlich war sofort das ganze Haus auf den Beinen; Vater schrie, Kinder nehmts was Ihr erwischt und tragt es hinaus. Wir räumten zusammen, was wir erwischen konnten, ins Freie brachten wir natürlich soviel wie nichts, das war so ein Durcheinander, dass wir wieder alles verloren, was wir zusammengerafft hatten. Der ganze Oberstock brannte schon lichterloh, bei der vorderen Tür konnten wir nicht mehr hinaus, da die Bretter schon von den Wänden fielen, so standen wir alle mit den bloßen Hemden im Schnee. Schlafröcke oder Schlafhemden gabs ja damals noch keine, aber Gott sei Dank waren alle heil aus dem Hause bis fremde Leute zum Helfen kamen, (Feuerwehr gabs damals noch keine) war das ganze Haus auf die Grundmauern zusammengefallen, wir standen wie Bettelleut ohne Kleider und Nahrung da, waren auf die guten Leute und deren milde Gaben angewiesen. Dank der vielen Wohltäter musste es wieder vorwärts gehen, und es ging auch wieder, wenn auch harte Tage und Wochen waren. Vater hat sich bei dem Unglück arg erkältet und war dann 6 - 7 Wochen bettlägerig. Zur Arbeit war momentan nur Vaters Bruder Anderl und der Melker. Hans war ja auch schon das zweite Jahr aus der Schule und ersetzte schon eine ganze Arbeitskraft. Ich wurde dann von der Schule frei gesprochen und konnte auch schon allerhand mithelfen. Im Frühjahr wurde dann mit dem Bau des neuen Hauses begonnen. Am 8. September 1920 zogen wir ins neue Haus wieder ein, fühlten uns wieder wohl und glücklich, so vergingen wieder Jahre. Das Jahr 1926 war wieder ein Trauriges, meine Schwester Kathi war ein paar Jahre vorher schon kränklich, am 19. November 1926 ist sie im 24. Lebensjahr gestorben. Sie war an Tuberkulose erkrankt, damals gabs für derlei Krankheiten selten Hilfe. Und wieder verrauschten die Jahre und kamen Neue, wieder er Erfreulichere, es war um diese Jahre herum als die Schmidtmammische Wirtschaft noch in Schwung war, kommen an einem Samstag-Abend die Schmidtmanns-Arbeiter von Brandlhof mit ihrem Direktor Schwarz nach Hintertal und spielten im Pirchlhaus hinten ein Theater, der Wild-Wastl. Darüber waren wir, die jungen so begeistert, dass wir beschlossen, auch einmal zu probieren, ein Stück zu spielen. Unt tatsächlich gelang es uns, unter der Leitung des Pichl Hans, der des öfteren in Alm beim Burschenverein schon mitgespielt hatte. Tatsächlich gelang es uns, das erste Stück gut über die Bühne zu bringen, der Wunsch der alten Hintertaler war, öfter ein Stückl zu spielen und so war der Therater-Verein Hintertal entstanden. Es kostete natürlich viel Mühe und Fleiß, bis wir uns zu einer brauchbaren Gruppe ausgebildet hatten, kann mit Stolz gesagt sein, dass wir mit unseren Stücken, Heitere und Ernste, guten Anklang fanden. Wir gingen auch über die Gemeindegrenzen hinaus und spielten in Alsm und Dienten. Hatten immer vollbesetzte Sääle und großen Beifall geerntet, wir waren ohne zu proben eine gerngesehene Teheatergruppe, haben uns daber immer sehr gut vertragen, große Schwierigkeiten dab es nie und so vergingen die Jahre, ich glaub es waren Acht an der Zahl, dass wir spielten bis die Gruppe dann zerfiel. Reden heute immer noch gern von den schönen Zeiten.


- IV -  Die Liebe erwacht

So wie halt bei jedem auch, so kam auch bei mir erste Liebe, möchte vorausschicken, dass diese erst, nicht die Entscheidende war. Es war im Jahre 1928. Ich fragte diese Freundin, ob sie mich gern (doppelt unterstrichen, Anmerkung) haben könnte, darauf die freimütige und aufrichtige Anwort, gern hab ich dich schon, wie keinen andern, wir kannten uns ja schon lange und waren uns sehr zugetan, aber von Liebe wurde bisher nie geredet. Ich war glücklich, als ich das Ja-Wort hatte, sand an ihrem Kammerfenster, hielten uns an den Händen und hatten uns lieb und freuten uns beide über die erste unschuldige Liebe, ein zweites Mal geschah genau dasselbe, eine unschuldige Liebe, ich versprach bald wieder einmal anzuklpfen. Als ich zum dritten Mal kopfte, rührte sich nichts, alles Rufen war umsonst, spürte aber, dass sie im Bett ist, glaubte auch ein verhaltenes Weinen zu hören. So ging ich heim, probierte es mit einem Brief, bat sie solle mir schreiben, warum dies alles so kommen musste. Keine Antwort! So das Ende der ersten großen Liebe. Ich war groß enttäuscht und unglücklich, da ich es wirklich ehrlich gemeint hätte, jetzt muss ich drei Jahre überspringen, damit diese erste Enttäuschung ihren Abschluss findet. Es war drei Jahre später, am Dreifaltigkeits-Sonntag wars. Ich war auch in Obermußbach, da ja Tanz war, da war diese meine erste Liebe da, ich stand an der Mauer, als die Tanzpaare vorüberzogen. Wir schauten einander ins Gesicht, sie nickte mir freundlich zu, ich sagte, darf ich vielleicht tanzen, sie hakte sich ein, das Tanzen wa dann Nebensache. Ich fragte, was war denn damals los? Sie ließ ihren Kopf an meiner Schulter sinken und weinte, dann sagte sie, wenn das Dumm sein weh täte, müsste sie laut aufschreien. Sie erzählte dann, damals als wir uns unsere Liebe gestanden, traf es sich, dass ihre Ziehschwester und ihre Schweter Tresl Schafsuchen gehen mussten, dabei kamen sie zu meiner Hütten. Natürlich habe ich die beiden ordentlich bewirtet und auch an Lisl einen Gruß heimgeschickt, damals wusste ich ja nicht, was eigentlich vor ging. Die Ziehschwester kam heim und sagte ihr, dass die Beiden mich mit einem anderen Diandl erwischt hätten. Ich aber noch die Frechheit hätte, ihr einen Gruß zu schicken. Natürlich war das für sie ein Schock, da sie mir doch vertraut hätte. Ein Jahr später hat dieselbe dann gestanden, dass alles nicht wahr war, dass sie mir aufgedacht hat, getan hat sies, weil sie geglaubt hat, ich gehe dann zu ihr, aber leider hat sie sich darin getäuscht. So, sagte sie, jetzt weißt du, wies damals war, als ich mich Dir gegenüber so blöd benahm, wir wollen einander verzeihen und weiterhin Freunde bleiben sagte ich darauf.
So hat also meine erste Liebe geendet, damals glaubte ich, was Gott ich alles verloren habe, heute natürlich denke ich, es war eine gütige Fügung von oben. Den Diandln gegenüber war ich nach dieser Zeit ziemlich abgeneigt und sehr zurückhaltend. Das Jahr 1929 brachte dann die Wendung, aber im Sommer 1929 war ich wieder Melker auf der Eggeralm, das war ohnehin schon der fünfte Sommer, dass ich diese Arbeit machte. Unglaublich zwar, dass ich bis 29 in die Gegend Feichten, Pfeffer, Neuhaus, Moßham, Grund-Alm nur äußerst selten hinkam, mit dem sogenannten Umlaufen hattens wir Eggerer sowieso nicht gehabt, wir sind ja zum Arbeiten und daheim bleiben erzogen worden. Für uns sicher kein Schaden gewesen. Eines Tages dachte ich mir, heut gehtst einmal ein Trumm. Beim Nachbar-Melker ging ich vorbei, weil wir a wengal zkriagt waren. Er wollte nämlich, dass ich mit ihm machen sollte. Er ist ja bereits jeden Abend fort, bald dort, bald da, nur den leichtsinnigen Menschern nach, da hab ich nicht mitgemacht, deswegen die Keilerei, also ich ging vorbei zur Teirer-Alm, weiter zur Feichtenhütten. Dort lud ich den damaligen Melker ein, ob er nicht mit mir gehen wollte. Er fragte, wohin ich will, ja mir ists gleich, so entschied er, gehen wir die Runde Neuhaus, Moßham, Grund, Pfeffer-Alm. Gut, so gingen wir los. Er war schon ziemlich älter als ich, ein ruhiger, recht freundlicher Mensch, haben uns gut vertragen miteinander. Der erste Besuch war bei der Neuhaus-Hütten. Er musste voraus gehen, als Nachbar ist er jabekannt. Ich kenne die Menscha nur flüchtig. Gut, er macht die Tür auf, o je, die Hütten voller Leut, die Neuhaus-Mutter selber war da, der Früh-Messer von Saalfelden mit einigen Studenten und zwei Menscha, die Sendrin und Hirtin. Wir wurden eingeladen uns niederzusetzen, was wir auch gerne wohl ein wenig scheu taten. Es war ganz nett, die Studenten und der Frühmesser sorgen schon für Unterhaltung, die Neuhaus Mutter lachte auch fleißig mit. Der Feichten-Melker und ich saßen an der Wand, ober uns war ein Schüssel-Rahmen angebracht, wo obenauf die Kaffe-Häferl standen. So wurde der Tisch gedeckt zum Kaffe trinken. Die Hirtarin Tresl kam herzu wo wir saßen, weil ja die Häferl ober uns standen musste sie kanpp vor uns stehen. Got sei Dank hatte ich die Gestesgegenwärtigkeit und sagte, geh ich im Weg um und rückte ein wenig auf die Seite, wohl nur so viel, dass mein Knie bald das ihre berührt hätte. Als ich sagte, geh ich im Weg... sah sie mir in die Augen, ich in Ihre und besiegelt wars. Liebe auf den ersten Blick, -o- seliger Augenblick, die ganze Hütte voller Leute. Niemand ahnte, was sich hier in dieser Minute vollzog. Wir saßen noch a wengerl beisammen, der Melker und ich wir setzten dann unsere Reise fort, wurden überall gut aufgenommen und kamen zeigerecht zu unserer Arbeit weider heim. Mein Leben und Denken nahm von diesem Tag an eine Wende. So ging der Sommer dahin, natürlicher Weise kam ich von da an immer öfter auf die Neuhaus-Alm. Es wurde eine gute Freundschaft, auch von den anderen wurde ich nicht ungern gesehen, mit Tresl wars halt so, wurden nie von Liebe gesprochen, wussten doch, dass wir uns liebten und waren glücklich, eins den anderen in der Nähe zu sein. So kam halt die Zeit zum Almabtrieb und zum Scheiden. Tresl musst mit einer Kuh heimfahren, kam bei meiner Hütten vorbei. Ich begleitete sie ein ziemliches Stück Weges, da ja dies ein Abschiednehmen war auf längere Zeit & musste gesprochen werden, wenn auch zögernd, so sagte Sie doch, dass ich mich nicht irre, dass Sie mich liebt und gab mir Ihr Jawort. Gaben uns die Hand und den ersten Kuß, somit waren wir nicht mehr verliebt, sondern verlobt.
Das Jahr 28 und 29 war in unserer Familie auch zu vermerken. 28 zu Lichtmeß  hat mein Bruder Sepp das Elternahus verlassen und ist Birnbach-Knecht geworden. Im Oktober 29 hat meine Schwester Andl geheiratet. Sie ist Mußbacherin geworden. So vergingen die Jahre, 1934 hat dann Hans geheiratet, 35 kam die jüngste Schwester Wawie von zu Hause fort. Sie wurde Schneggbäuerin in Dienten. Im Elternhaus wurde es immer einsamer. Ich sehnte mich, auch  einmal selbständig zu werden, wollte Käserer lernen, aber daheim wolltens mich auch nicht auslassen wegen der Arbeit. Andermal wollte ich was pachten, auch wieder keine Zusage vom Vater auf finanzielle Unterstützung, ehrlich gesagt finanziell war ich nicht gut beinander, hatte ja nie einen richtigen Lohn, das Taschengeld war auch eher karg bemessen, habe angefangen Viehhandeln. Angefangen mit Kitz und Schafen, dann weiter auch mit Rindvieh, auch hab ich ein paar Jahre daheim als Knecht gearbeitet und so nebenbei Holzarbeiten übernommen, dabei doch einiges dazu verdient und so kam ich doch zu einigem Erspartem, daher wurde auch der Wunsch immer größer, was anzufangen, damit wir heiraten könnten. Unser Liebes-Verhältnis war schon eher sehr dürftig, sahen uns zeitweise oft wochen- ja monatelang nicht und wenn, nur für ganz kurze Zeit. Das gegenseitige Vertrauen und Hoffnung, dass einmal doch die Zeit kommt, dass wir was anfangen können, hat uns über die Zeit hinweg geholfen. Das Jahr 1936 war für unsere Familie wieder ein Unglücksjahr. Am Vierten September kam ein Gewitter, ein Blitz schlug im Stall ein und so brannten die gesamten Gebäude auf den Grund nieder. Ich war diesen Sommer wieder Melker auf der Alm und habe deshalb den Brand nicht ansehen müssen. Anderen Tags, als ich von dem Unglück erfuhr, ging ich sofort heim. War ein furchtbarer Anblick, so vor dem Elternhaus zu stehen. Eine schreckliche Ruine, nichts als verbrannte Balken und Mauerreste. Hab auch die Eltern weinend am Brandplatz angetroffen; war hart, ein zweites Mal vor dem Nichts zu stehen, noch schlimmer wie das erste Mal wars, da ja sämtliche Gebäude zum Opfer fielen, somit auch alle Maschinen, Fahrnisse und Werkzeuge kaputt waren. Die Eltern waren verständlicher Weise untröstlich. Ich konnte auch nicht viel Trost geben, sagte nur, verzweifeln tun wir auch nicht, müssen wir halt wieder fest zusammenhelfen, wenn Gott will, so schauts in einem Jahr wieder anders aus und so war es auch. Ein Jahr verging schnell, das Haus wurde im Herbst noch aufgebaut, sodass wir vor dem Winter noch einziehen konnten. Im Winter wurde dann für das Wirtschaftsgebäude vorbereitet. Arbeitsmäßig ging das reibungslos dahin, die Führung hat Hans übernommen, Vater hat sich zurückgezogen und tat die Vieharbeit, Lois war ja auch schon auf seinen besten Jahren, übernahm das Fuhrwerken, außerdem waren noch Roboter, die sich Hans gut einzuteilen verstand. Ich war immer bei den Zimmerleuten, habe dabei viel gelernt, was mir dann immer wieder zu Gute kam. Zur Heuernte 1937 wars soweit, dass wir schon auf die Brucken heuen konnten, die Ausfertigungsarbeiten wurden während des Sommers ausgeführt. War nur noch ein Zimmermann beschäftigt mit dem ich immer mitarbeiten durfte. Der Sommer verging, der Herbst kam, dies war für uns eine entscheidende Zeit. Muss noch erwähnen, dass ich mich im September einer Leistenbruch-Operation unterziehen mussste. Ich bin im Spittal in Schwarzach operiert worden. Im November hieß es dann, der Pallegger tut sein Lehen wieder verpachten. Ich ging zu ihm und fragte, ob das Ernst oder nur Gerede sei. Er fragte, ob ich mich interessieren würde. Ich sagte ja, wenn der Preis annehmbar ist. Er sagte darauf, zu mir hat er Vertrauen. Ich solle bald wieder einmal vorsprechen, möchte nur betonen, dass dieser Pallegger ein Typ war, mit dem nicht gut  auskommen ist. Er hatte sein Lehen schon öfter verpachtet, was aber nie recht gut ausgegangen ist. Manmal sogar  mit Rauferei geendet hat. Hatte schon Bedenken wie das gehen wird. Schließlich der Gedanke, dass wir endlich was anfangen können, hat diese Bedenken immer wieder in den Hintergrund gestellt. Mit dem dritten Treffen hatten wir uns dann geeinigt. Der Pacht beginnt mit dem ersten Mai 1938, der Pachtzins beträgt jährlich 1100 L. (Gulden, Annahme) War damals ziemlich viel Geld (zwei gute Kälberkühe). Pachtzeit haben wir festgesetzt auf drei Jahre frei, dann stillschweigend weiter laufend, mit beiderseitiger Unterschrift und kräftigem Handschlag war der Vertrag perfekt. Einerseits war ich glücklich, andererseits machte ich mir Gedanken, wie werde ich das Pachtgeld aufbringen, denn finanziell schauts ziemlich mager aus bei uns, mit Gottvertrauen sieht man wieder alles in hellerem Lichte stehen.
Eines soll vom Herbst 1937 noch erwähnt sein, meine Schwester Andl, die Musbacherin war seit 1929, war längere Zeit kränklich an Tuberkulose, wies immer schlechter wurde, sagte Mutter, sie soll wieder heim kommen, damits eine mütterliche Pflege haben kann. Beiden war das Angebot recht, indem ihr Mann Ludwig ja auch erkrankt war und sogar operiert werden musste und so kams halt, wies vorauszusehen war, der 12. Dezember war der traurige Tag, an dem sie ihr verhältnismäßig junges Leben aushauchte. Am 15. Dezember war das Begräbnis, Tresl war auch von Saalfelden herein gekommen. Ich habs dann dem damaligen Pfarrer Angermann, mit dem ich gut befreundet war, als meine Braut vorgestellt. Er hat sich mit uns gefreut, dass wir endlich was anfangen können. Er gab uns den Rat, suchet zuerst das Reich Gottes, alles übrige wird Euch dazugegeben werden. Dachten oft an seine Worte, wie Recht er damit hatte.
Am Abend gingen wir noch zum Pallegger und haben uns als seine Pächter vorgestellt. Er war sichtlich erfreut und sagte, dass er Vertrauen zu uns hat und machte uns Mut für die Zukunft, da wir beide im Stierzeichen geboren sind, prophezeihte er uns, werden wir bestimmt zu was kommen. Den Winter hindurch hab ich dann für uns die Einrichtung gemacht, an ein Kaufen konnten wir ja aus finanziellen Gründen nicht zu  denken, drum hats uns auch später immer mehr gefreut, weil eigener Schweiß daran hing. Mitte April 38 bin ich dann von daheim weggezogen und hab in Pallegg angefangen zu arbeiten. War ganz allein, trotzdem machte es mir viel Freude. Ich war selbständig und das bedeutete für einen Dreiundreissigjährigen schon was.
Am 9. Mai war dann der langersehnte Tag, an dem wir Hochzeit hielten. Pfarrer Angermann hat uns in der Wallfahrtskirche Maria Alm getraut. Waren nur die nächsten Verwandten anwesend und so fingen wir am 10. Mai an, miteinander zu arbeiten. Das Arbeiten machte uns ja nur Freude, natürlich hatte es allerhand Schwierigkeiten, in dem es ja galt, einen Haushalt aufzubauen. Dies natürlich war nicht leicht, da ja an Haushaltseinrichtungen sowie an Werkzeugen in der Landwirtschaft überhaupt nichts da war und so haben wir halt begonnen nach und nach anzuschaffen. Das ging halt langsam, die einzige Einnahme an Geld hatten wir ja nur den erübrigten Butter. Alles übrige Geld hatten wir ja in den Bestand des Viehs hinein gesteckt. Zum Anfang hatten wir acht Kühe, sechs eigene, für zwei Kälber-Kühe haben wir das Geld aufgenommen. Haben sofort fünf Kälber abgespänt, so bestand der Viestand in 13 Stück Rinder und eine Sau. Zum Arbeiten hatten wir ein Leih-Roß. Ein armer Anfang, wir waren aber trotzdem zufrieden und voller Zuversicht für die Zukunft. An Hauseinrichtung hatten wir halt meine Küchen- und Schlafzimmer-Einrichtung, welche ich selber wie schon erwähnt im Winter davor daheim noch gemacht habe. Tresl hätte zwar auch von ihr daheim eine Doppelschlafzimmer-Einrichtung und eine Kuh bekommen sollen. Leider bekamen wir es erst im zweiten Jahr unseres Beisammenseins und so ging der Sommer dahin mit sehr viel Arbeit. In der Vormahd hat uns mein Bruder Hans mit seinen Knechten drei Tage ausgeholfen, da hatten wir vom Wetter begünstigt viel Heut unter Dach gebracht, sonst hatten wir halt eine ältere Frau, die in Grub in der Wohnung war, zeitweise zum Mithelfen. In den Ferien hatten wir einen Schulbuben aus Alm zu uns genommen, hat aber nicht ganz hingehaut, indem er ein verhätscheltes Kind war.
Erwähnen möchte ich ganz kurz, dass das Jahr 1938 nicht nur für uns persönlich, sondern im allgemeinen ein großes Schicksalsjahr war, da ja am 13. März Hitler mit seinem Regime in Österreich einzog und wir von eh und jeh ja Gegner und Vaterlands-Treue waren, so konnten wir uns auch nicht viel Gutes erhoffen und so kam es auch, dass wir, es waren in Hintertal nur unser drei jungen Burschen, die sich von den Hitler-Anhängern nicht begeistern ließen und so mussten wir auch bald feststellen, dass wir auf die Seite gestellt wurden, ja sogar knapp einer Verhaftung entgangen sind. (macht nichts, wir blieben, wie wir waren). Ein Beispiel hierfür, ein einflußreicher Hitler-Anhänger machte mir den Vorschalg, ich soll um das Ehestands-Darlehen ansuchen, welches ja vom guten Hitler bereit gestellt wurde. Ich sagte, das tue ich nicht. Ich verspreche mir nichts davon. Natürlich redete er mir so lange zu, natürlich nicht wegen dem, dass er weiss günstig ist, sondern vielmehr um den Hitler als guten Spender herauszustellen. So sagte ich halt zu, dass ichs versuchen werde. So um Mitte April ging ich auf die Gemeinde und machte einen Antrag, bald darauf kam ein Schreiben, wir müssen uns beide in Zell am See bei einem gewissen Doktor Heider zur Untersuchung einifnen und so fuhren wir natürlich per Rad nach Zell am See. Die Untersuchung war bald vorbei, zumindest bei mir. Bezog sich ja hauptsächlich auf Kinder-Erzeugung (Hitler brauchte ja Leute für die Zukunft) bei meiner Braut dauerte die Untersuchung etwas länger. Natürlich wurden wir getrennt untersucht. Als der Doktor die Untersuchung beendete, fragte er, wie lang wir uns denn kannten, da sagte sie wahrheitsgetru 9 Jahre. Er sagte darauf, meine Hochachtung, solche Mädel bräuchten wir mehr, ihr werdet sicher glücklich werden. Nach des Doktors Aussage und Zeugnis würden wir das Ehestands-Darlehen sicher bekommen haben, aber es kam anders. Das Ansuchen ging seinen Amtsweg. Wir haben inzwischen geheiratet, so gegen Ende Mai kam dann der ganze Wisch als nicht genehmigt zurück. Ehrlich gestanden, wir waren gar nicht enttäuscht, da wir von Anfang an schon nicht begeistert waren. Ein Schwager von Mamie aus Saalfelden war Ortsbauernobmann, natürlich auch ein ganzer Nazi, sonst wäre er ja nicht Orts-Obmann gewesen; er hat sich über die Ablehnung recht aufgehalten und glaubte, er muss es erzwingen, dass das Gesuch bewilligt wird. Der damalige Ortsgruppenleiter hat ihm klipp und klar gesagt. Wir könne doch nicht einem, der sich nicht zur Partei bekennt, als Erstem das Ehestands-Darlehen bewilligen damit aus basta. Dabei bin ich aber mit jenem Gruppenleiter in Hintertal mitsammen auf der Schulbank gesessen, erinnere ich mich auch noch an das Jahr 1934, als Bundesklanzler Dollfuß ermordet wurde, hat sich jener von Saalfelden ins Hintertal geflüchtet und bei seinen Eltern versteckt. Ich wusste dies, als Mitglied vom damaligen Ortsschutz bei der Vaterländischen Front wäre es sogar meine Pflicht gewesen, ihn auszuliefern. Aus Moral-Gefühl ließen wir ihn ungesehen, dies war dann der Dank dafür, so haben wirs erfahren, welchen Hass die damals verblendeten H.-Anhänger uns gegenüber hatten.
Dieses Darlehen hätten wir zum Anfangen sicher gut brauchen können, da es ja doch ein Betrag von zwei Kälber-Kühen gewesen wäre. Glück und Segen hat uns immer begleitet, so haben wir auf dies leicht verzichten können.
So verging das Jahr 38 und ein Neues begann. Am Anfang ein freudiges für uns indem wir gewahr wurden, dass wir Eltern werden würden, freuten uns darüber auch sehr. Leider kams anders, so um Mitte Februar, ich weiß den genauen Datum nicht mehr, kam unser erstes Kind auf die Welt. Es war ein sogenanntes Sechs-Monat-Kind und hat nur zwei Tage gelebt. Es war ein Bub, unser erster Klausi, tat uns sehr leid, aber was nützts, es musste weiter gehen und ging auch weiter. Was arbeitsmäßig anlangt, wars ein wenig leichter geworden für uns, da wir zu Lichtmeß einen Knecht und eine Dirn eingestellt hatten. Der Knecht war wohl ein wenig ein Behinderter, aber immerhin hatte er den guten Willen, sein Bestes zu leisten. Im Sommer hatte Mami einen Abortus und musste nach Salzburg ins Spital. Das war wieder eine traurige Zeit, umso mehr indem uns Doktor Kraschner sagte, wir sollen uns nicht allzu viele Hoffnungen machen auf eigene Kinder. So haben wir uns im Herbst 1939 entschlossen, von meinem Bruder Sepp den Buben anzunehmen, welcher am 31. Oktober geboren wurde; haben an demselben Patenstelle übernommen, als der Bub sechs Wochen alt war, haben wir ihn zu uns genommen. Seine Eltern waren damals noch ledig und beide standen in einem Dienst-Verhältnis. Vom ersten Tag an hatten wir den Buben schon lieb gewonnen. Er war natürlich der Mittelpunkt unser aller. Orgei und die Traud hatten ihn genauso lieb.
Im Dezember 1939 kam wieder eine Überraschung für uns, an einem Sonntag zu Mittag saßen wir nach dem Essen gemütlich in der Stube, da kam der Gruber Schorl und sagte Vater und Mutter schicken mich. Du sollst sofort hinunter kommen. Wir dachten uns, es wird bei einem Vieh irgend was fehlen, so ging ich gleich mit ihm hinunter. Die Beiden waren beide im Stall draußen und sie weinte. Ja, was ist denn los, da sagten sie, jetzt kannst Du kommen, wir bleiben nicht da. Die Sache war nämlich so: die Besitzerin von Grub war die Gschwantner Fefa, sie war eine alleinstehende Frau und hatte somit an der Sache nicht viel Interesse. So hatte sie mit ihrer Schwester und Schwager, welche in Alm ein Haus besaßen, einen Tausch gemacht. Vorerst mal auf Probe. Ich sagte einmal zu Fefa, als sie selber noch in Grub war, sollte sie vielleicht einmal an ein Verkaufen denken, so soll sies wissen, dass ich mich interessieren würde. So kam es, dass diese zwei mich holen ließen, die Sache ging ihren Weg. Innerhalb einer Woche war die Sache perfekt, wir waren Eigentümer einer Bauernsache, die Freude darüber war unsererseits groß. Dachten an die Worte Angermanns - suchet zuerst das Reich Gottes --- natürlich sah es außenhin gesehen in Grub schon mehr als schlecht aus. Die Gebäude total verlottert, Grund und Boden sehr vernachlässigt. Der Gedanke, dass uns Gott die Gesundheit und Arbeitskraft erhält, ließ uns über all dies hinweg sehen und wir sagten uns, wenn wir einmal drunten sind, wirds bald anders aussehen. Der Kampfpreis war 9500 R. M. 1500 als Anzahlung, die 8000 wurden von uns aus der Fefa gegenüber im Falle einer Geldentwertung mit dem Preis von 16 guten Kälberkühen verbürgt. Um die 1500 M Anzahlung hab ich meinem Bruder Hans das Kramerhäusl in Hintertal verkauft. Selber verfügten wir ja über kein Bargeld.
Am 10. April 1940 sind wir dann auf Grub übersiedelt. Mit dem Verpächter hatten wir keine Schwierigkeiten, da er froh war, dass er wieder selber in Pallegg weiter werken konnte. Er sprach uns sein Lob aus über die Instandhaltung seines Lehens. Arbeit natürlich gabs ja wieder aufs Neue genug, galts ja, das Haus sauber und möglichst wohnlich zu machen. In ein paar Wochen schaute es auch tatsächlich ganz nett aus. Wir waren überglücklich und zufrieden im eigenen Heim. Noch dazu hatten wir Hoffnung auf ein eigenes Kind indem Mamie im achten Monat schwanger war. Mit dem Erlös vom Palleggpachten von den zwei Jahren konnten wir ja auch zufrieden sein, wie schon erwähnt hatten wir beim Anfangen acht Stück Vieh gehabt, als wir wegzogen waren es siebzehn Stück.
Am 25. Mai war dann der große Freudentag, der zweite Klausi wurde geboren. Ein strammer, kräftiger Bub mit fast 5 kg Gewicht und kerngesund. So wuchsen die Beiden, Klausi und Seppi miteinander ins Leben hinein. Am 9. Mai 1941 kam dann wieder Hansl dazu, in diesem Jahr hatten wir ein zehnjähriges Mädl von Saalfelden angenommen. Hat uns nie gereut, dass wir dies taten. Dieselbe sieht uns heute noch als ihre Zieh-Eltern an und ist uns gegenüber heute noch dankbar.
Am 6. Juni 1942 kam dann das erste Diandl, die Tresl auf die Welt. Für Mamie wars schon nicht leicht, mit der vielen Arbeit für vier Kinder zu sorgen, das viele Waschen, damals gabs ja noch lange keine Waschmaschine. Wir waren aber trotzdem glücklich und zufrieden. Im September dieses Jahres kam dann die Frau von meinem Bruder Sepp zu uns und hat ein Diandl geboren, das war das dritte Kind von den beiden. Das Traurige dabei war, dass der Vater schon so krank war, dass er nicht mehr arbeiten konnte. Er war davor schon einige Zeit daheim drinnen, da ihn unsere Mutter pflegen wollte. Wir wussten es ja schon, dass er unheilbar erkrankt war, als sein Diandl geboren war, kam er dann zu uns, damit er bei seiner Familie sein konnte. So blieb er bis Ende Oktober bei uns. Sein Zustand verschlimmerte sich zusehends schneller, so wurde er ins Spittal nach Salzburg gebracht, wo er dann am 30. Jänner 1943 verstorben ist. Die Mutter mit den zwei Diandln zog nach Alm in eine Wohnung, den kleinen Seppl behielten wir für ganz bei uns. War uns gleich lieb wie unsere eigenen Kinder. Das Jahr 1943 war ausgesprochen ein Trauerjahr. Im Jänner fiel von Mamie der Bruder Franz, am 30. wie schon erwähnt, starb mein Bruder Sepp. Im Juli fiel in Rußland mein jüngster Bruder Lois, im Oktober mein Ziehbruder Jakob.
Doch am 14. September war ein Freudentag, Loisi kam als gesundes Diandl auf die Welt. So ging die Zeit dahin, Arbeit hatten wir logischer Weise genug. Schwieriger wurde immer die Lebensweise, da ja doch Kriegsjahre waren. An Arbeitskräften fehlte es auch, besonders an Weiblichen. Mussten mit den Polinnen zufrieden sein. Da gabs halt auch allerhand Schwierigkeiten. Im Jahre 1944, am 4. November kam Lipp auf die Welt, gabs auch Schwierigkeiten. Es war schon Abend, als die Hebamme sagte, wir müssen doch den Doktor holen. Die Geburt ging gut vorüber, aber die Nachgeburt ging nicht weg. So bin ich mit dem Fahrrad nach Saalfelden gefahren, sprach mit Dr.Spitzl. Er sagte, musst halt um ein Furhwerk schauen, mit dem Auto kann ich nicht fahren, hab keinen Tropfen Benzin. Beeil Dich aber, dass wir bald drinnen sind. Mir war dabei nicht all zu gut zumute, ging sofort zum Lindlwirt, das war ein Metzger mit dem ich ja auch geschäftlich in Verbindung stand, musste denselben aber bei einem anderen Wirt suchen. Als ich ihm mein Anliegen vortrug und ihn bat, er möchte so gut sein und uns den Doktor hinein fahren, sagte er klipp und klar, das kann ich nicht machen. Ich muss so jetzt auch nach Hause gehen. Meine Frau ist ja auch krank. Diese Absage tat schon sehr weh. Dann ging ich zum Metzger Maier, trug ihm mein Leid vor. Er sagte, Klaus, wie stellst Du Dir dies vor, mit einem Pferd ins Hintertal fahren dauert ja viel zu lang, bei sowas heißt es ja, wie schneller desto besser, warte einen Moment. Er ging ins Haus, ich hörte, dass er telefonierte. Dann kam er wieder heraus und sagte, gehe in den Garten zur hinteren Haustür und warte. Gleich darauf kam er mit einem kleinen Benzinkanister und sagte, geh sofort zu Dr. Spitzl und fahre mit ihm auf schnellstem Weg heim, sage aber niemand, von wem du den Benzin hast. Das war eine gute Tat, die ich ihm gegenüber nie vergessen habe. Der Doktor war auch sichtlich sehr erfreut und so fuhren wir schnellstens heim und alles wurde wieder gut. (Dies hab ich niedergeschrieben, um anzudeuten, wie schwierige Zeiten damals waren). So verging dieses Jahr, das Jahr 1945 kam. In der Familie hat sich in diesem Jahr nichts verändert. Schlimm wars im April. Die Fliegerangriffe wurden immer ärger, wir Männer mussten immer öfter nach Alm hinaus zum Volkssturm und den Unsinn von Übungen mitmachen. Auch hab ich erfahren, dass meine Einberufung zum Militär auf der Gemeinde aufliegt. Habens aber nicht mehr ausgegeben, weils ja selbst der Meinung waren, dass der Krieg nur mehr noch Tage dauern könne und so kams auch. Anfang Mai kam der große Umschwung, waren ja trotzdem auch noch keine guten Zeiten, aber doch, wir, die sich sieben Jahre drücken mussten, galten auch wieder was, mit den Lebensmitteln schaute es ja nicht gut aus. Zum Glück hatten wir noch ziemlich viele Kartoffel und Milch hatten wir ja auch. Die vielen Heimkehrer, die damals gingen, waren froh, dass sie lieb aufgenommen wurden und waren für jede Gabe dankbar.
Ende des Jahres 44 hat Pfarrer Angermann Hintertal verlassen und ist nach Angath in Tirol übersiedelt. Uns war sehr leid darum da wir ja gute Freunde waren. Bei der lezten Taufe beim Lipp sagte er unter anderem, auf uns ruht der sichtbare Segen Gottes. Über Winter hatten wir in Hintertal keinen ständigen Geistlichen mehr. Sonntags kam von Alm oder Saalfelden eine Aushilfe, den ich mit unserem Haflinger immer holte und wieder zurück brachte. Nach dem Krieg kam dann Doktor Rothe als Pfarrprovisor zu uns und blieb bis 1953 hier. Derselbe wurde von den Alliierten im KZ Dachau befreit, wo er etliche Jahre verbringen musste. Er kam ganz abgemagert, kränklich und völlig mittellos in Hintertal an, wurde allseits lieb und mitleidsvoll aufgenommen. Vom Bischof wurde ihm ein altes Auto zur Verfügung gestellt, damit ers doch ein wenig leichter hätte. Wir haben ihn schnell lieb gewonnen und so verging die Zeit. 1946 kam am 28. Mai Franz auf die Welt. Pfarrer Rothe freut sich mit uns darüber. 1947 verging ohne besondere Ereignisse, 1948 war wieder reich an Unangenehmem. Am 19. Februar kam Edi auf die Welt. Hatten einen sehr strengen Winter, konnten etliche Tage nicht vom Haus vor lauter viel Schnee. Eines Tages kam Pfarrer Rothe mit den Schien zu uns ins Haus und hat den kleinen Edi in der Stube getauft. Klausi hat dabei ministriert, hatte aber schon ziemlich hohes Fieber. Sobald dann der Weg frei war, holte ich von Saalfelden den Doktor, jener stellte Lungenentzündung fest. Franz, der im zweiten Jahr stand, war auch nie recht gut beinander, hat sich von den Masern, welche unsere Kinder alle zu Weihnachten davor hatten, noch nie recht erholt, bekam auch Lungenentzündung. Ich selber musste ständig unterwegs sein, den Doktor holen und wieder zurück bringen, rech kalt wars, so kams halt, dass ich am 7. Tag nach dem Klausi erkrankt war, mit fast 41 Grad Fieber im Bett lag. Am gleichen Tag hat sich auch Mamie niederlegen müssen; schauten wir gut aus, unser vier Lungenentzüngung. Mamie vom Wochenbett noch nicht einsatzfähig, waren wir auf fremde Hilfe angewiesen. Dem Seppi seine Mamie war ja schon seit Edis Geburt da, eine Verwandte von Mamie, das Lettl-Moidei haben wir geholt. Doktor Wurzer schickte noch eine Krankenschwester, da er meine Erkrankung für sehr ernst hielt. So warens halt einmal sehr ernste Tage. Auch diese vergingen und ging gut aus. Bis auf Franz, dieser konnte sich nicht erholen, war immer unpässlich und schließlich kams wieder zum Ausbruch. Er bekam dann eitrige Rippenfell-Entzüngung, war im Herbst in Saalfelden etliche Wochen im Spittal, im Frühjahr 49 wieder in Salzburg im Kinderspittal. Im Rippenfell wurde er geheilt, es kam aber wieder Tuberkulose dazu. So vergingen ein paar Jahre, schließlich wurde doch wieder alles recht. Am 31. Mai wurde Kathi geboren, am 26. Juni 1950 gebar Mamie Maria, sie ging diesmal nach Farmach in Saalfelden zum Entbinden. Alle anderen Kinder sind in Grub geboren. Im August 1949 ist Mamies Mutter gestorben. So vergingen die Jahre in Freud und Leid. Kathi erkrankte an Diphterie, musste nach Salzburg ins Kinderspital gebracht werden. War eine ganz ernste Sache, da es Doktor daheim nicht erkannt haben. Wir haben uns schon auf das Schlimmste vorbereitet. Gott sei Dank gings wieder gut aus. Hans war auch einmal zwei Wochen in Zell am See im Spital, hatte sich den Arm gebrochen. 1951 im Frühjahr, hab ich mir beim Holzarbeiten den Fuß gebrochen, war auch zwei Wochen im Spital. 13 Wochen humpelte ich, dann mit einem Gips-Fuß "umandum", für Mamie wars eine schwere Zeit, Knecht hatten wir damals auch nicht mehr. Nani war schon voll einsatzfähig, die größeren Kinder halfen auch schon allerhand mit. Im strengsten Falle einen Taglöhner, so ists halt auch wieder weiter gegangen.
1952 überdachten wir einmal die vergangenen 14 Jahre seit wir verheiratet sind. So schnell vergeht die Zeit. Grub haben wir mit viel Fleiß und Arbeit ganz schön herausgeputzt, dass sichs ganz gut wohnen lässt, aber ein Neubau in nächster Zeit ist nicht zu umgehen, die Gründe haben wir aber gründlich verändert. Habe vom Pichlbauern die gesammte Hüdlgasse dazugekauft, welche zu der Auskehr angrenzte, die Schattseitwiese, die total verwachsen war und auch die Auskehren haben wir alles sauber geschwendet (gerodet) und die Gräben sauber gereinigt, die Auskehr in 3 Teile eingezäunt, alles in allem ein gut erhaltenes Lehen, für so eine große Familie halt zu klein, da wir ja doch nur 10 Stück Rindvieh und ein Roß füttern konnten. 7 ha Wald mit sehr schönem schlagbaren Bestand ist schon allerhand, in dem man schon alle Hoffnung setzten kann, obwohl damals der Holzpreis noch sehr niedrig war. So überlegten wir, ob wir nicht doch um was Größeres umschauen sollten und so fing ich an, mich ein wenig umzuschauen. Aber immer wieder, wenn ich was anschaute, musste ich sagen, da bleiben wir lieber in Grub. Bis einmal an einem Samstag-Abend für uns die gutgemeinte Schicksalsstunde schlug. Diesen Abend werden wir unser Leben lang nicht vergessen.

Ich war diesen Tag in Taxenbach ein Lehen anschauen, kam spät am Abend heim, die Kinder waren im Bett, Mamie saß am Tisch wie halt immer, bei einer Flickarbeit. Ich musste halt auch wieder sagen, da bleiben wir lieber in Grub. Ich saß beim Essen, die Salzburger Bauernzeitung lag neben uns auf dem Tisch. Ich schaute auf die Zeitung hin, stutzte ein wenig, dann schob ich die Zeitung hin zu Mamie und sagte, wenns das nicht ist, so werden wir in Grub bleiben. Da stand nämlich eine kleine Anzeige. Im Flachgau eine Landwirtschaft mit 48 Joch arondiertem Grund zu verkaufen; Adresse bei der Bauernkammer. Natürlich hatten wir Bedenken, ob wir sowas überhaupt kaufen könnten. Mamie holte sofort Schreibzeug. Ich schrieb auf die Kammer um die Adresse. Das Schreiben der Bauernkammer kam bald zurück und es hieß, das Gut ist in Lamprechtshausen, Außerfürth 3. Nächsten Tag fuhr ich los, diesen Ort zu suchen. Wir hatten ja keine Ahnung, wo Lamperchtshausen liegt. Von Salzburg gings mit der Lokalbahn direkt nach Lamprechtshausen, bis Außerfürth hab ich mich bald durchgefragt. Dortselbst angekommen erfuhr ich von dem Pächter-Leuten, der Besitzer wohnt in Gundertshausen, das ist zirka 10 Kilometer von hier. Der Pächter war eigentlich ein wenig erstaunt, dass er zum Verkauf ausgeschrieben ist, indem er auf fünff Jahre gepachtet hat und erst zwei Jahre rum sind. Außerdem hab ich das Kaufsvorrecht  (meinte er, Anmerkung). Ich dachte, da wirds sowieso nichts, der Pächter erbot sich aber doch, mich mit dem Pferd zum Besitzer hinaus zu fahren. Schaute mich inzwischen ein wnig um. Die Gebäude schon ziemlich vernachlässigt. Erinner mich, nirdends ein ganzes Fenster zu sehen, im Stall mit Heu oder Stroh verstopft,, im Haus mit Papier verklebt. Die Felder aber ein wunderbarer Anblick, alles eben und in einem Fleck um Haus und Hof herum. Natürlich mein erster Gedanke, werde alles daran setzen, wenn irgendwie möglich, uns hier anzusiedeln. Am Nachmittag führte mich der Pächter zum Besitzer nach Gundertshausen. Jener besaß dort auch eine schöne Landwirtschaft. Ich wurde von den Bauersleuten freundlich augenommen und gut bewirtet. Über den Verkauf wurde nicht viel geredet, verständlicherweise wollten sie sich im Beisein ihres Pächters nicht offen aussprechen. Ich sagte, dass ich mich ernstlich interessiere, um ein Zustandekommen eines Kaufes. Der Bauer sagte, er komme morgen auf das Gut, dann können wir darüber reden. Blieben dann noch ziemlich ein Zeitl sitzen. Beim Bierkrug hat sich der Pächter ziemlich wohl gefühlt, sodass er ganz gut beinander war, als (es) zum Heimfahren war. Natürlich wars schon finster und er hatte kein Licht. So kams halt, dass er bald außerhalb vom Ort ovn einem Gendarm angehalten wurde, ohne Licht fahren ist verboten. Er aber meinte, sein Schimmel finde auch ohne Licht heim, so wurde ihm auferlegt, 5 Schilling Strafe zahlen. Ich zahle nicht, sagte er, als ich ihm das Geld heimlich zustecken wollte. Nachträglich sage er mir dann, dass ihm (das) dann 50 Schilling gekostet hat. Wir fuhren weiter, in Ibm gabs wieder ein Zwischenspiel, ich weiß nicht, wies kam, der Schlitten prallte an einen Lichtmasten und der gute Franz kollerte einen Abhang hinunter. Ich konnte den Schimmel leicht aufhalten, Franz kroch wieder laut lachend den hang erauf, einen Überschuh hat er dabei verloren. Hab denselben aber bald gefunden. Ich meinte, ob nicht ich die Führung übernehmen sollte. Er glaubte, du fändest ja nie heim. Der Schimmel weiß schon selber, wo er hin gehen muss. Da hatte er ja auch wieder Recht. So sind wir dann auch wirklich gut heimgekommen. Ich schlief dann bei ihnen inder Kuchl auf dem Divan, war zwar nicht ganz angenehm, weil untertags die kleine Tochter, welche an Grippe erkrankt war, darauf lag. In der fieberverschwitzten Bettwäsche wars halt alles eher als angenehm, geschlafen hab ich samt dem müdsein nicht viel. Gestehe es erhlich, habe selten einmal so andächtig gebetet. Der Herrgott möge es geben, dass wir das Richtige treffen. So verging die Nacht, die Schott-Suppe, dies zum Frühstück gab, hat mir, (ehrlich gesagt) nicht geschmeckt, hernach ging ich zum Nachbarn, wollte mich um allerhand erkundigen. Wurde auch freundlich aufgenommen und zugleich auch zum Frühstück eingeladen, da sie gerade beim Essen waren, lehnte aber dankend ab, indem ich beim Eintreten die Schott-Suppen schon geschmeckt (gerochen, Anmerkung) habe. Inzwischen kam dann der Zellner, wir gingen dann durch die Felder und Wäder, das ging ja leicht, da ja ganz wenig Schnee war. Mir imponierte dies schon. In Hintertal soviel Schnee und hier kann man gemütlich umeinander steigen. Ich dagte dann, dass ich mich ernstlich für einen Kauf interessiere und wie er sich den Preis vorstelle. Er machte zwei angebote, den gesamten Besitz mit 78 Joch Grund Preis 420.000 Schilling oder 7 Joch Grund zurückbehalten, Preis 380.000 Schilling. Darauf sagte ich, muss sowieso erst sehen wie wir es schaffen können. Auf alle Fälle werden wir uns bemühen, dass es zu einem Handel kommt. Er beteuerte, dass er zu mir Vertrauen habe, und so gingen wir beim ersten Begegnen mit kräftigem Handschlag auseinander. Als ich heimging stand gerade der zweite Nachbar vorm Haus. Sprach ihn an, wollte mich ein wenig erkundigen über die Verhältnisse, da sage er, ob ich vielleicht kaufen möchte. Er tat ein wenig sonderbar, was mir sofort auffiel, er sagte, kaufen tätst Dir ja auch nichts, als lauter Arbeit. Ich dachte, wenns nur wegen der Arbeit ist, da hab ich keine Angst. Lange danach hat sichs dann herausgestellt, dass derselbe selber kaufen hätt wollen, aber nur den billigsten Moment abwarten hätte wollen. So fuhr ich dann wohl befriedigt heim.
Dies ist so gegen Ende Jänner gewesen, die Sache zug sich dann in die Länge, wir sind etliche Male hingefahren, einmal Mami und ich, auch Bruder Hans ist mitgefahren, ein andermal ist einer meiniger Verwandten, der Moserwirt von Alm, welcher damals Bürgermeister war und Bruder Hans mit mir gefahren, kamen aber zu keinem Abschluss, indem es wieder hieß, der Pächter nehme das Vorkaufsrecht in Anspruch. Der Zellner sagte, kaufen kann er es bestimmt nicht, aber die paar Wochen Bedenkzeit muss er ihm gewähren. So ging die Zeit dahin. Unternehmen konnten wir inzwischen auch nichts, bevors nicht sicher ist mit dem Kauf. Und so kam halt der 24. März 1953, der unseren Lebensstandort wesentlich veränderte. Mami und ich fuhren am 23. 3. hinaus, blieben beim Zellner über Nacht. Am nächsten Tag wurde der Kaufvertrag in Oberndorf beim Notar perfekt gemacht, da wurde folgendes niedergeschrieben. Der Kaufpreis 370.000 Schillig, da wir uns für die 41 Joch entschieden haben. 70.000 S. als Anzahlung, bei Abschluss des Kaufvertrages, 200.000 S. bei Antritt des Besitzes, welcher auf ersten Mai 1953 festgesetzt wurde. Die ausstehenden 100.000 S wurde vereinbart, bis längstens in 3 Jahren zu zahlen. Letztere haben wir aber im zweiten Jahr restlos an den Zellner bezahlt, worüber derselbe hoch erfreut war. Er tat den Ausspruch, dass wir brave und ehrliche Leute sind, haben sie uns von Anfang angesehen, aber so brav hättens auch wieder nicht geglaubt, hat uns auch wieder gefreut. Ich stellte nur die eine Bedingung, der Hafer muss angebaut werden und das Haus muss geräumt sein bis zum ersten Mai. Ins Haus hat nämlich der Pächter ein Ehepaar in dei Wohnung genommen.
Nun hatten wir fünf Wochen Zeit, um uns auf den Umzug vorzubereiten. Bruder Hans hat uns das Grubergütl abgekauft, 500 fm Holz hab ich verkauft, leider war damals der Holzpreis noch sehr niedrig. 270 S. pro fm auf Stock natürlich. So war die Finanzierung geregelt und gesichert, machte mich daran, noch allerhand Einrichtungsgegenstände zu machen fürs Haus. Heraußen in Lamprechtshausen blieb ja nichts über als leere Wände, sobald der Pächter umzog. Als es bekannt wurde, dass wir von Hintertal weg ziehen, gab es verschiedene Auffassungen unter den Leuten. Manche meinten, ob wir uns wohl besser machen werden, wenn wir in die Ferne ziehen. Pfarrer Rothe sagte, er gratuliere uns zu diesem Entschluss, schon wegen der Kinder willen. Einer sagte mir, dass dies eine Sensation sei, was wir da vorhaben, das gabs in der Geschichte noch nie, dass von Hintertal ein Bauer mit seiner Familie ins Flachland hinaus zog, gab uns aber vollkommen Recht, dass wir dies wagen. Meine Eltern sahen es auch nicht gern, dass wir fortgehen, Vater sagte, da seid ihr draußen unter lauter fremde Leut und wir können Euch nicht helfen, wenn es Euch schlecht geht. Nun ja, so kam halt der 30. April und wir schickten uns zum Abreisen, gingen noch übeerall hin uns zu verabschieden. An Vieh nahmen wir 8 Kühe, den Haflinger und 7 Schafe mit. Das Jungvieh haben wir drinnen verkauft oder besser gesagt vertauscht, das traf sich damals gut, weils angefangen haben TBC und bang-befallene Tiere azsuzuscheiden. Solche gabs ja genug, da hat uns der Tierarzt empfohlen, solche Kühe hinaus nehmen zum Abmelken. Selber hatten wir ja nur vier Kühe, so haben wir noch 4 gute Milchkühe dazugenommen. Ein paar Tage vor dem 30. April hat uns der Rauriser-Onkel mit seinem Lastwagen gratis eine Fuhre hinausfahren lassen. Am 30. sind wir dann um 5 Uhr früh mit Frächter haenauer mit Lastwagen und Anhänger losgefahren. Um die Mittagszeit kamen wir in Lamprechtshausen an. O je, der Pächter hatte sein Vieh noch im Stall, die Familie war auch noch im Haus, da sagte der Pächter, bevor ich mein Geld nicht habe, geh ich nicht aus dem Haus. Er hatte nämlich 20.000 S Entschädigung verlangt weden des Pachtvertragsbruchs. Ich sagte, das wird bald geregelt sein. Ich hab ja den Zellner verständigt, da kam er gerade noch zur rechten Zeit. Ich ging mit ihm in die Stube und zahlte ihm die vereinbarte Summe 70.000 S. in bar 130.000 S. auf Scheck ausgestellt. Auf die Hand, er ging zum Pächter Franz, zahlte ihm die 20.000 S und derweil wir das Auto ausluden, war Franz mit Kind und Kegel anstandslos ausgezogen. Er ist nur in die Nachbarschaft gezogen, hat dort gepachtet. Bin mit ihm ganz gut befreundet worden, habe manchen Handel mit ihm gemacht. So waren wir in unsere neue Heimat eingezogen, hatten natürlich eine große Freude, es war ja so schön, die Obstbäume standen in schönster Blüte. Das Getreide, der Klee, alles wuchs so schön heran, natürlich stand uns viel Arbeit bevor. Zuallererst galt es einmal, das Haus sauber zu machen und uns wohnlich einzurichten. Für die Kinder bedeutete das auch eine große Umstellung von einer so kleinen Schule, weis in Hintertal war, in eine achtklassige Volksschule zu kommen. Außerdem hatten sie einen 5 km langen Schulweg zu machen. Hatten sich aber in kurzer zeit ganz gut darein gelebt und waren voller Freude und Begeisterung. Sepp war damals im vierten Jahr im Borromäum und die drei Kleinsten gingen noch nicht in die Schule. Zur Arbeit waren halt Mami, ich und Nani, welche ja eine ganz gute Arbeitskraft war. Natürlich mussten wir uns den hier angemessenen Arbeitsmethoden anpassen, was manchmal nicht immer leicht war. Die Nachbarn waren recht lieb zu uns und standen uns mitRat gerne zur Verfügung. Vor lauter Freud über unsere neue schöne Heimat übersahen wir, dass es schon allerhand Schwierigkeiten zu überwinden gab. Keine Fahrnisse, keine Maschinen waren da, außer einer alten Mähmaschine und die wir nicht einsatzfähig. So hab ich zwei alte, aber noch gut erhaltene Heuwagen gekauft, um je 1.000 S. Preis, dann einen neuen Heuwender und einen Schwadenrechen für Pferdegespann. Zum Heu abladen ahtten wir einen Greifer einbauen lassen, ein zweites Pfert mussten wir unbedingt haben und so ist halt unser bereitgehaltenes Betriebskapital zusammengeschmolzen. Hatten halt gute Milchkühe, so doch alle Monate eine schöne Einnahme. So ging der Sommer dahin, viel Schweiß gabs bei der Getreideernte, die Kinder haben alle fleißig mitgearbeitet. So haben wirs halt doch geschafft und hatten große Freude, als der Stadel mit Getreide und Hafer vollgestopft war. Dann kam wieder die Drusch-Zeit von der wir auch wieder keine Ahnung hatten. Waren schwere Tage, aber dafür war dann der Dachboden voll Getreide, beim Dreschen wurd eich krank, musste etliche Tage im Bett verbringen. Am 23. September am Ruperti-Vorabend kam mein Vater auf Besuch zu unn, worüber wir uns alle sehr (er)freuten. Vater hat sich auch wirklich gefreut und hat immer wieder gesagt, dass wir schon einen wirklich guten Vaterunser gebetet haben, dass und der Herrgott hierher geführt hat. Er bleib dann drei Wochen hier und fühlte sich wohl. Beim Abschied sagte er, nächstes Jahr kommt er wieder und bleibt länger hier, aber leider, der Mensch denkt und Gott lenkt, am 6. Dezember erlitt er einen Schaganfall und ist dann am 2. Febrauer 1954 gestorben. Der Herr laß Ihn in Frieden ruhen. Mutter war öfter auf kürzeren Besuch bei uns, hatten auch sonst üfters Besuch von Verwandten oder Bekannten, über den wir uns immer freuten. So gingen die Zeiten dahin, haben im ersten Jahr schon angefangen, Getreidefelder liegen zu lassen und einzusäen, auch haben wir die bestandenen Wiesen gut eingedüngt und die Wassergräben neu gemacht, was natürlich viel Arbeit kostete, aber dafür mehr eintrul, weil wir ja den Viehbestand auftocken konnten. Haben uns im Flachland heraußen leicht angewoöhnt und auch an die hiesige Bevölkerung leicht angeschlossen. So ging die Zeit allzu schnell dahin, die älteren Kinder kamen von der Schule weg, die Jüngeren fingen an zu gehen. Leichter war es für uns entscheidend, als die Kinderbeihilfe auch für die Bauern eingeführt wurde. Als die Kinder noch klein waren, hatten wir dies ja nicht.


Franz ging 1957 erstmals auf Michaelbeuern ins Gymnasium, kam dann auf Mülln und machte im Borromäum Matura, ging ein Jahr als Novize wieder zurück ins Stift, konnte sich nach dem Probejahr nicht entschließen, weiter zu bleiben, studierte im Musikfach und Latein wieder weiter. Sepp hat im selben Jahr im Borromäum die Matura abgeschlossen, die ihm später sehr zu gute kam. Klaus, Sepp und Hans haben die Landwirtschaftsschule in Kleßheim besucht, die Daindl besuchten auch Fachschulen. 1959 haben wir dann in Innerfürth ...   gepachtet, damit die Buben nicht in fremde Arbeit gehen mussten, ein paar Jahr später noch ...  in Elling. Arbeit hatten wir natürlich wieder viel, 64 war die Pachtzeit zu Ende, worüber wir sehr froh waren. Haben nicht schlecht verdient dabei, aber keinen Dank dafür gehabt, obwohl wir unseren Verpflichtungen getreu nachgekommen sind. Ja, alle beiden Verpächter hätten uns zu Dieben gestempelt, obwohl nachweislich das Gegenteil der Fall war, aber Schwamm drüber, keinem von beiden hat es Glück gebracht. Und so waren wir froh, dass wir wieder unsere liebe Heimat allein haben. Sepp hat dann auf der Raika angefangen zu arbeiten. Lipp und Edi gingen als Käser-Lehrlinge, Lipp nach Elixhausen, Edi auf Riedlkam. Am 6. August 1962 hat Tresl geheiratet, wurde Waldlbäurin in Jedendorf, Gemeinde Moosdorf, haben zur Zeit eine stattliche Familie mit 6 Kindern beinander. Im Juni 1963 hat Klaus zum Aignerbauern in Lamprechtshausen eingeheiratet. Haben auch eine liebe Familie, auch mit sechs Kindern. 1964, am 31. März heiratete Loisi den Steinbauern in Elling, Moosdorf, haben auch eine liebe Familie beinander mit fünf Kindern. Das Jahr 1965 war wieder ein entscheidendes Jahr. Ganz Anfang Mai haben wir uns entschlossen, unsere Sache mit allem drum und dran samt Viehbestand, es standen zur Zeit 20 Kühe und ein Pferd im Stall, dem zweitältesten Sohn Hans zu übergeben. Am 5. Mai haben wir dann den Übergabsvertrag im Beisein der Eltern von Maria in Oberndorf den Vertrag abgeschlossen. Hans und Maria haben sich bereit erklärt, den festgelegten Erbanteil an die weichenden Geschwister auszuzahlen, welches auch in überraschend kurzer Zeit geschah. Am 10. Mai war dann die Hochzeit von Hans und Maridi, haben zur Zeit auch eine nette Familie mit fünf Kindern beinander. Wir zogen dann ins Austragsstüberl. Was in Sachen Arbeit anlangte, bleibt es ja wie es war, wir arbeiteten weiter wie fürher. Maria blieb auch als angestellte Dirn bis zu ihrer Verheiratung, nur Kathi ließ sich beim Schieer in Moosdorf als Dirn verdingen, später noch beim Waldlbauern, wo sie dann wegheiratete. Vom Jahr 1965 möchte ich noch eins erwähnen, ich war längere Zeit davor schon beim damaligen Pfarrausschuss beteiligt, wozu mich der alte, liebe Pfarrer August Noider zum Obmann bestellt hat, ganz Anfang der sechziger Jahre kam dann Pater Bernhard Schwan von Mülln in Salzburg, zu uns auf Lamprechtshausen als Kooperator. Wir haben gut zusammengearbeitet, obwohl es allerhand Schwierigkeiten zu überwinden gab, da der alte Pfarrer aus Altersgründen nicht mehr fähig war, die kirchlichen Änderungen durchzuführen, so hat Abt Maurus Herrn P. Bernhard zum Pfarrprovisor bestellt. Jener hatte es am Anfang bestimmt nicht leicht, indem in kirchlichen und außerkirchlichen Angelegenheiten Änderungen vorgenommen werden mußten, gabs im Pfarrausschuss  manchmal Meinungsverschiedenheiten, da nach meiner Ansicht die Vorschläge und Planungen des Provisors, der Zeit entsprechend, richtig und furchführbar waren. So hatte ichs ja leicht, mich an seine Seite zu stellen, so entstand zwischen uns und ihm eine Freundschaft, die so hoffe ich, unser lebenlang andauern wird. Am 1. Mai 1965 kamen Erzbischof Macheiner (welcher anläßlich einer Firmung in Lamprechtshausen war, Abt Maurus und P. Pernhard in unser Haus. Erzbischof Macheiner überreichte mir ein päpstliche Auszeichnung, welche mir durch Betreiben von Pater Berhanrd zuerkannt wurde. Gefreut hat es uns schon sehr, obwohl ich sagen müsste, verdient hab ich mirs nicht. Die hohen Gäste bleiben über eine Stunde bei uns, hatten eine nette Familienfeier, wo wir alle Kinder und Schwiegerkinder anwesend waren, haben auch ein Foto, wo wir unsere ersten Enkel auf dem Schoß hatten.

Die Zeit geht weiter, am 3. Juni 1968 heiratete Kathi den Veitlbauern on Ollerfing bei Vormoos, haben  eine liebe Familie mit fünf Kindern. Am 26. Oktober 1969 heiratete Maria zum Stuimer in Untereching in St. Georgen, haben auch eine liebe Familie mit 4 Buben. Das Jahr 1969 hatte auch einen Trauerfall, am 23. April 1969 verstarb in Hintertal meine Mutter, allerdings im neunzigsten Lebensjahr, so war dies keine  Überraschung. Am 2. Mai heirateten Lipp und Lisi in Anthering. Zur Zeit haben sie in Asten in Lamprechtshausen ein Haus gebaut und haben eine liebe Familie mit drei Kindern. Lipp ist in Salzburg bei der Alpi als Verpackungsleiter angestellt. Eduard und Hedwig heirateten am 8. Mai 1971 in Lamprechstahusen, haben auch eine liebe Famlilie mit drei Kindern. Edi ist zur Zeit Oberkäser in Riedlkam, haben in Holzleiten, Arnsdorf ein Haus gebaut. Franz und Renate haben am 17. Juli 1973 geheiratet, haben eine liebe Familie mit zwei Kindern. Franz ist Musik- und Lateinprofessor und ist in Innsbruck angestellt. Sepp heiratete im Vorsommer 1979 die Wirtshausbesitzerin Erika Friedrich in Bürmoos, zur Zeit haben beide ein liebes Diandl Monika mit Namen, Sepp hat einen ledigen Buben den Prial Hansi, Erika einen Buben aus erster Ehe den Poldi, zwei liebe Burschen.
Allerhand zusätzliche Arbeiten kamen bei den Neubauten dazu, wo wir alle auch mithalfen. So zum Beispiel bei Sepp seinem Haus, welches er dann bei Auflösung seines ersten Leibesverhältnisses seinem Buben Hansi vermachte, der größte Bau war wohl bei Klaus und Stefanie, daheim der Neubau vom Hans, der letzte Bau, wo ich noch mithelfen konnte, war bei Lipp und Lisi. Haben alles gerne gemacht und freuten uns über ihren Erfolg.
Im Frühjahr 1972 hat Sepp in Köstendorf einen Getreidekasten gekauft, denselben dort selbst abgetragen und in Alm auf der Schranbach-Alm, wo ihm sein Onkel einen schönen Platz zum Aufstellen gab, wieder neu aufgestellt. Haben dann beim Ausbauen auch mitgeholfen. Es wurde ein ganz nettes Hütterl, wo wir im Laufe der Zeit viele angenehme Stunden verbrachten. Im Jahre 1975 im Frühjahr hat Hans mit Sama-Hias einen Handel gemacht, dass er auf seine Alm die Hälftezahl vom Vieh auftreibt. Edi hat dann 12 Stück Vieh eingekauft und statt Hans auf die Alm getrieben. Im Herbst hat dann Hans das gealpte Vieh verkauft, da Edi keine Gelegenheit hatte, das Vieh weiter zu behalten. Mami und ich fuhren mit dem Vieh hinein und blieben über den ganzen Sommer drinnen. Natürlich haben wir auf dem Sepp sein Hüttal gewohnt. Ich hab die Betreuung vom Vieh auf der Samer-Alm übernommen. Das war wieder ein herrliches Leben. Wir fühlten uns wieder richtig so wohl auf der Alm, hatten eine eigene Kuh und haben wieder Käse und Butter gemacht, natürlich im kleinen Ausmaß. Die Butter mit der Schneerute geschlagen, in der Zwischenzeit hab ich Schwendter gespielt. Hab, (erhlich gesagt) viel gearbeitet in diesen drei Sommern, die wir das machen. Konnten es uns ja einrichten, wies am besten und Leichtesten ging. Hias war mit mir und meiner Arbeit überaus zufrieden. Wenn ich manchmal fragte, ob ich dies oder das machen soll, sagte er halt immer, da rede ich gar nichts drein, du weißt ja selber, wies am besten ist. Glaube, ich hab nicht weniger Freud wie er, dass es mir gelungen ist, in diesen drei Sommern seine Alm so sauber zu machen. Mit dem Hias haben wir gute Freundschaft geschlossen, zum Arbeiten wären wir sowieso nicht mehr fähig. So gehen wir halt noch so auf Erholung ins Hüttal hinauf, es ist ja doch so schön auf der Alm und der alte, weise Spruch hat ja doch noch immer seine Gültigkeit.
Wo der Vogel ausfliegt, dort zieht er immer wieder hin.

Nachwort
Am 24. Jänner 1979 hab ich angefangen an diesem Heft zu schreiben. Heute, am 15. Jänner 1981 hab ichs beendet. Sitzen wieder in unerer Kuchl beisammen und denken halt ein wenig an die Vergangenenheit. Seit 1979 ists halt mit der Gesundheit ein wenig rückläufig, das Arbeiten geht halt gar nimmer gut und doch müssen wir froh sein, dass wir noch halbwegs umeinander können. Gebs der Herrgott, dass wir den Kindern nicht  all zuviel zur Last fallen müssen. Wenn wir so nachdenken, können wir immer wieder auf den Ausspruch vom Pfarrer Angermann, suchet zuerst das Reich Gottes, alles andere wird Euch dazugegeben. Soweits halt möglich war, haben wir uns immer an diesen Grundsatz gehalten . Heut könen wir ehrlich und offen sagen, der Segen Gottes hat uns nie verlassen, sonst wärs ja nicht möglich gewesen, dies alles zu leisten. Haben mit nichts anfangen müssen und doch eine schöne Sache übergeben können. 10 Kinder großgezogen, von denen bis heute 42 Enkel, die Drei von Nani mit einbezogen, hervorgegangen sind. Dank dem Herrgott lauter gesunde Kinder. Könnte anders auch sein. Dem Himmel sei auch gedankt, dass wir lauter brave Kinder und Schwiegerkinder haben, die uns mit viel Liebe und Ehrfurcht behandlen und auf unser Alter Rücksicht nehmen. Der Herrgott soll und wird es Euch vergelten.
Am 15. Jänner 1981
Klaus u. Tresl Fersterer

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