Max Prosa - Leben, Natur, Kultur, Chronik

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Max Prosa

Musik

Max Prosa beehrte Salzburg am 3. Juni 2016
Im Licht der Nachmittagssonne steht er alleine vor dem Rockhouse in Salzburg. In flachen Schuhen, das wehende Haar und das Licht im Lachen eines jungen Mannes, der sich freut auf den Abend! Welche Verschwendung, Grönemeyer am gleichen Tag live in der Stadt, ein junger Steierer ist extra angereist ins Rockhouse und verpasst doch den akustischen Höhepunkt eines unglaublichen Abends. Ein Rausch aus Farben, Tönen, Gesichtern und sehr viel Poesie einer verwandten Seele!

Die Bilder sind ein Gedicht, die Füße von Tim ein geschicktes Instrument und zwei Männer im Licht der noch nicht gespielten EM in Frankreich erinnern mich an Le Chat Bleu von Willy de Ville. Ich hab sie gefunden, unter einem Stapel meiner CD´s. Katie Webster lag oben, sie ganz unten. Eine Rezension von Konrad Heidkamp zu victory mixture aus der Zeit hab ich noch und mir einen Satz ausgeborgt: "Es hilft nichts, man muß ihn sehend hören. Diese Präsenz eines dünnen Mannes, ..." und darunter das Zeitzeichen mit einem wehenden Minirock und am Boden eine graue Masse älterer dicklicher Herren, die die Hände nach oben strecken, der Jugend und Schönheit entgegen. Zu finden auf Seite 50 im Feuilleton. Das Papier ist vergilbt, Willy´s Livekonzert mit Freddy Koella an der Gitarre im Wiener Rockhaus ebenso Geschichte wie DeVille selbst. Die Gitarren klingen noch!

Max Prosa lebt und er schreibt und singt einfach wunderbar in einem versöhnlichen Deutsch, das auch in Österreich gefällt und doch so ganz anders tönt als das etwas verdorbene Schönbrunner der heutigen Unzeit in diesem Land, wo die Lederhose seit Kaiser Franz Josef ein wenig abgefärbt hat.  Seine Sprache hat sich ihre Unschuld bewahrt und ist verletzlich und dünnhäutig geblieben, sie kommt blumig und wortreich daher.
Ein Qualitätsblatt schrieb über Grönemeyer in Salzburg: "Tausende sangen seine Lieder mit". Ja, schön, nicht wahr? Ich denke, Grönemeyer mag Prosa! So und so, die da Max Prosa "jetzt nicht soo", tät Josef Hader sagen, der das Schönbrunnerische noch besser beherrscht! Nicht einmal eine Randnotiz? Wenn am Residenzplatz der unglaubliche Grönemeyer spielt, Wolferl wäre trotzdem diesmal ins Rockhouse gegangen, ohne den großartigen Herbert geringschätzen zu wollen! Einige andere und ich waren auch dort.

Einige auch Gratis-Medien an sich sind eine Hure der Zeit geworden, bei der man in Österreich bald nicht mehr unterscheiden kann, was noch Bericht und was schon kanalisierte Manipulation ist. Die Unterlassung wird zur Regel, die Verengung auf wenige Themen, die dafür öfter wiederholt werden, trifft im öffentlich rechtlichen Medium auch auf die Musikberichterstattung und die gespielte Musik zu. Und wieder denke ich an Qualtinger und seine weisen Worte: "Und wenn das Volk dann krank wird, nennt man das den Rot-weiß-rot-Lauf" . Mtata mtata statt Qualität, wie sie in der Volksmusik Sepp Eibl oder Forcher verbürgten. "Geld verdirbt den Charakter" singt Dota.

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