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Looking back - going forward
Abends U1, U2, am Rathaus steige ich aus. Da steht einer, schaut herum und kennt sich nicht aus. Ich frage ihn, wo er hin muss. Er schaut mich an. Ich sag es anders: Where do you wanna go? Florianigasse, sagt er. Ich sag und bedeute ihm, dass ich da auch hin will und wir gehen gemeinsam.
Where do you come from? Barcelona. Great, the love of my life lives there, she is a Catalan too, erkläre ich ihm. What happend, fragt er. Er meint, seine Freundin habe letzten Freitag Schuss gemacht. Blues ist the healer, sagt Erik Trauner immer und erklär ihm so das Leben. Jener spielt mit seiner Mojo Blues Band im Tunnel! "Wenn´s Euch schecht geht, kummts zu uns, uns geht´s noch schlechter" - denke ich an Erik´s  Sprüche. Mein katalanischer Begleiter meint, der Ex seiner Freundin habe die Beziehung vergiftet. Ich sage ihm, wenn die Liebe groß ist, wird sie irgendwann zurückkehren und erzähe ihm von meinem Leben, als wir auch schon vor dem Lokal eingetroffen sind. Ein Handschlag, eine beiderseitige Verbeugung, zwei Männer trafen und verstanden sich.

Schnellen Schrittes strebe ich die Florianigasse hoch. Der Weg zieht sich. Es ist kurz nach Acht, als ich den Tunnel betrete, ein Lokal, das ich schon als Student regelmäßig besuchte. Das Essen war gut und für Studenten auch bezahlbar.

Der Livekeller zeigt sich bis auf das neue, vermurkste Logo unverändert.

An der Wand die alte Klaviatur, sogar die Poster sind dieselben. Die Kellnerin von vor 30 Jahren ist nicht mehr da und Pizza im Keller gibt´s nicht mehr. Der Saal füllt sich, ganz vorne sitzt ein jüngerer Mann mit Bart, der mir freundich erklärt, ich könne mich zu ihm setzen, er sei alleine. Vor eben diesen gut 30 Jahren saß ich mit Georg aus Maishofen hier, der dem Blues ebenso zugetan war wie ich und schon damals einen Vollbart trug. Seltsam, nicht wahr.
Julian ist aus einem kleinen Nest irgendwo in Vorarlberg und Lehrer für Spanisch. Demasiado corazon. Ein wenig viel Zufall für einen Abend. Ich lasse mir die CD für Georg signieren und sage noch zu Erik, dass er vor 30 Jahren hier solo den Humb dumb dinger gab. Er fragt mich, ob ich Freitag im Louisiana´s bin und ich sage, ich muss auch arbeiten. 

Es sollte auch musikalisch ein denkwürdiger Abend werden, wenngleich der Wirt gleich einmal für die typische Wiener Missstimmung sorgte, als er seine Kellnerin vor den Künstlern anschnautzt, sie dürfe den Musikern dies und das nicht geben. Der Haloumie-Burger, den auch Julian bestellt hatte, war gut, aber kein Vergeich zur Pizza von anno dazumal, dafür die Kellnerin smart und unaufdringlich.
Petra Toyfl betritt den Keller, die Stimme des Abends ist da. Chris4erPeterka sucht wenig später nach dem Wirt und findet ihn schließlich. Irgendwann später erscheint auch Michaela, die ich sonst immer im Louisianas treffe und die mich ein wenig an Popey´s bessere Hälfte erinnert. Die Blues-Kenner wissen längst, was sie erwartet. Der Sound bis ins Detail perfekt, die Band spielt sich warm und spätestens bei der dritten Nummer sind wir angekommen im Blues. Singin in sadness. Mein katalanischer Wegbegleiter wird nicht kommen, er sitzt mit einem Freund beim Wirtn weiter unten in der Florianigassn. Ich sitze mit Julian hier und wir genießen fast ohne Worte den Abend!

Als Zugabe spielen sie Bring me flowers while I´m living, cause I can´t use no flowers when I´m dead. Erik erzählt noch von Umberto und der Bäckerei, aber das ist eine andere Geschichte. Wir lachen Tränen! Julian ist irgendwann gegangen, ich gehe schließlich beseelt von einem familiären Konzert mit Extraklasse alleine durch das nächtliche Wien dieser Tage nach Hause. (Live-Konzert im Tunnel, am Freitag, den 2. Februar 2018 Mojo Blues Band).

 
14. März 2018, denn Zukunft wird gemacht! Eine deutsche Kanzlerin und die Polemik zur Welt an diesem Tag - ein Kommentar.
In unserem Nachbarland wird eine erfahrene und pragmatische Frau zum vierten Male zur Bundeskanzlerin des Landes ernannt. In Österreich gibt man es billiger. Das Boulevard regiert. 100 Jahre Frauenwahlrecht heißt es. In Wahrheit sind es keine 100 Jahre, dazwischen gab´s das Mutterkreuz. Es ist halt ein Kreuz mit der Geschichte, wo die Beinahewiederbetätigung nahtlos anschloss, wo heute wieder alle Dämme der Zurückhaltung gebrochen scheinen, die Wirtschaft Koalitionen diktiert und Politiker gehorchen. Rechts und bieder kommen sie daher, die Erfolgsmenschen, denn das verfängt und ist immer eine Fotoreportage wert. An ihrer Seite stets blonde, schöne Damen, die nichts zu sagen haben.

Ein junger Mann vor dem Rockhouse irgendwo im Norden von Salzburg. Herbert Grönemeyer spielte an diesem Abend im Sommer am Residenzplatz. Lasst Gedichte sprechen, meinte Max Prosa! Lasst uns beten für eine bessere Welt, "heiliga Voda" - meine eigene Redensart seit geraumer Zeit und beileibe keine Zufällige.

Franziskus lehrt uns VIEL! Bescheidenheit und Demut. Angela Merkel zeigte Größe, als andere ihr wahres Gesicht zeigten, nur eines nicht, GRÖSSE. Es mag einem bange sein angesichts der Tage vom gezwitscher hier zum Giftgas dort. "Als gäb´s kein Morgen" (Dota) - ja, vermutlich, aber hoffen darf und muss man wohl. Schließlich hat man Kinder. Es ist ein guter Tag, denn der neue Innenminister der Heimat Bayern hat eine Chefin, die an die Menschen denkt und tut, was sie kann, also weit mehr, als jener Typ überm Teich oder die rechtsrechten Heimatbeschwörer im Süden hierorts hüben wie drüben je vermögen werden. Schneebrunzer allesamt! In Schtonk sagen sie dann "Hurenlorelei, verbrunzte" und Sigi Zimmerschied tät sagen, "und wieder ertappe ich mich wieder dabei, einer Erinnerung zu erliegen, einer sehr erlösenden, allerdings."


 
Kafkaesk als Umschreibung des bedrohlichen, nicht greifbaren, ja Angst machenden bürokratischen Systems, das undurchschaubar, kaum wahrnehmbar, immer massiver in unser Leben eingreift. 29.3.2018
Wer wundert sich über den Zustand der Welt? Wer glaubt noch wem? Kann man den Ärzten vertrauen oder erzählen sie im besten Glauben das, was Konzerne auf Incentive-Veranstaltungen verkaufen? Als ich am 15. April anno 1987 meine erste Impfung gegen FSME erhielt, hatte ich keine Ahnung, dass dies meine Allergie gegen Birke & Esche, sogenannte Frühblüher, auslösen würde. Jahrzehnte später muss ich erkennen, dass mein Immunsystem vereinfacht gesagt, ziemlich hinüber ist. Das Asthma gabs als Draufgabe. Die folgenden Desensibilisierungen zunächst gegen die Frühblüher, später gegen die Bienenallergie, viele Impfungen nebenbei, all das zerstörte mein Immunsystem weiter. Wie drückte es der diensthabende Arzt in der Ambulanz des LKH Salzburg an einem Sonntagmorgen ganz unverblümt aus, bevor er mich stationär aufnahm: „Wahrscheinlich ham´s Aids!“ Starkes Entrée, das muss man ihm lassen. Die Einschätzung war gottlob falsch, wie sich zeigte. Da sprach ein hochgeschätzter Oberarzt ein andermal zu mir: „Sie können auch an der Impfung sterben!“ und brach ebendiese mit Bienengift ab. Ärzte probieren heute alles, was die Pharmaindustrie entwickelt oder die Technik hergibt und werden es auch in Rechnung stellen. Das war schon so, bevor der Rettungsnotruf eine Woche nach der stationären Desensiblilsierung vergeblich war, weil keiner abhob, oder wie beim ersten Flash in der Apotheke in Hof bei Salzburg auch unter 141 der Notarzt nicht erreichbar war. Warum immer bei mir? „Ham Sie´s schon mit Cortison probiert“, fragte mich die Assistenzärztin im März 2018 beim inzwischen dritten Besuch der Ambulanz. Hab ich, 250mg nach einem Bienenstich! Es bescherte mir Heiserkeit, einen weiteren Schub zentraler serrosa und rettete mein Leben oder das, was davon noch übrig war, nachdem man mich vermutlich bei einer kleinen OP im Bezirksspittal zuvor mit Hepatis B infiziert hatte?
Wer heute noch online vernetzt agiert, ist selber schuld, aber auch hierzulande waren und sind die systematischen Aktionen erfolgreich, wie man an den Wahlerfolgen gut beobachten kann. Lesen soll ja bilden, sagt man: FM4
Über Nebenwirkungen, unerwünschte oder sonstige Wirkungen informiert wohl eher niemand! Life is taking risks! Hab unlängst eine Biene gesehen!
 
 
 
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